Damit werden Entwicklungsstörungen von Teilen des sehr komplexen Zentralen Nervensystems (ZNS) beschrieben, die sich dann in den alltäglichen Funktionen auswirken, für deren Funktion diese spezielle Einheit des ZNS erforderlich ist.
Teilleistungsschwächen (TLS) sind mögliche Ursachen von Legasthenie, Dyskalkulie, Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten.
Teilleistungen: sind die grundlegenden Fähigkeiten (Basisfunktionen) die notwendig sind, um hähere Funktionen aufzubauen. Sie sind die Grundlagen auf denen Lesen, Schreiben, Rechnen und situationsgerechtes Verhalten basieren.
Teilleistungsschwächen: kennzeichnen Leistungsdefizite in begrenzten Funktionsbereichen, die trotz hinreichender Intelligenzleistungen, regelmäßiger Förderung sowie einer körperlichen und seelischen Gesundheit der Betroffenen auftreten.
Kinder, die von TLS betroffen sind, zeigen häufig schon im Vorschulalter Symptome.
Sie sind motorisch ungeschickter, fallen vielleicht auf durch Sprachentwicklungsverzögerungen oder durch das Nichtzurechtfinden in der Gruppe der Gleichaltrigen im Kindergarten.
Meist wird diesen Auffälligkeiten aber keine besondere Bedeutung fär die weitere Entwicklung beigemessen.
Eine genauere Diagnose sollte stattfinden, wenn ein Kind äber einen längeren Zeitraum auffällt durch:
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Defizite der motorischen Funktionen (Grob- und Feinmotorik)
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Aufmerksamkeitsdefizit mit und ohne Hyperaktivität
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Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie) sowie Rechenschwäche (Dyskalkulie)
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Sprech- und Sprachstörungen
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Kontaktschwierigkeiten, emotionale Störungen
Je eher eine Beeinträchtigung von Basisfunktionen erkannt wird, desto leichter kann sie gemildert bzw. behoben werden.
15 bis 20 Prozent der Schulkinder haben Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen.
In jeder Schulklasse sitzen durchschnittlich zwei bis drei Kinder mit Legasthenie, wobei Buben etwas häufiger betroffen sind als Mädchen.