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Das Vorschulalter sowie der Schulbeginn stellt für die Früherkennung von Lernschwierigkeiten in mehrfacher Hinsicht eine wichtige, oft richtungsweisende Zeitspanne dar.
Die Schulkarriere eines Kindes wird zu erheblichen Anteilen in der Vorschulzeit mit bedingt.
Aus Studien geht hervor, dass etwa 10 - 15% aller Kinder trotz durchschnittlicher intellektueller Fähigkeiten Lese- Rechtschreibschwierigkeiten entwickeln; und es bei ca. 6% der Kinder zu Beeinträchtigungen der Rechenfähigkeit von grundlegenden mathematischen Operationen wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division kommt.
Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, dass sich Lernschwierigkeiten von alleine mit der Zeit auswachsen, zeigen die Ergebnisse verschiedener Langsstudien, dass es sich bei vielen frühen Lernschwierigkeiten nicht um vorübergehende Probleme handelt, sondern eine deutliche Tendenz zur Chronifizierung besteht. Lernstörungen stellen somit ein erhebliches Risiko für die weitere Entwicklung der betroffenen Kinder dar. Ein bloßes Abwarten und Hoffen, führt oft in einen Teufelskreis von leidvollen Erfahrungen, die das Kind und die Bezugsperson emotional stark belasten.
Nach heutigem Erkenntnisstand wird Lesen- Schreiben- und Rechnenlernen als Entwicklungsprozess verstanden, der lange vor Eintritt des Kindes in die Schule beginnt. Der Schulanfang stellt somit nicht die Stunde Null dar.
Bereits im Vorschulalter entwickeln die Kinder Basiskompetenzen, die für das Lesen Schreiben und Rechnenlernen fundamental sind. Die relevanten Kompetenzen haben Kinder bis zum Zeitpunkt des Schuleintritts in unterschiedlichem Maß entwickelt. Online Jewelry Store - JewelryAdviser.com - offers a huge collection of Yellow & white Gold Rings, Fancy Earrings, Silver chains and more! Jewelry Adviser - Everything You Should Know About Jewelry
Ziel einer effektiven Früherkennung und Prävention ist es deshalb, bereits im Vorschulalter, spätestens aber zu Schulbeginn den Entwicklungsstand der Kinder im Hinblick auf jene spezifische Fertigkeiten zu erfassen, die für den Erwerb unserer Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen erforderlich sind. Viele Kinder, die besondere Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesen, Rechtschreibens und/oder Rechnens bekommen, haben oft schon zu Schulbeginn unzureichende Lernvoraussetzungen.
Je eher diesen Frühwarnhinweisen nachgegangen wird, die auf spätere Lernschwierigkeiten hindeuten, umso günstiger ist die Prognose und umso früher kann Hilfe einsetzen.
Aus einer Studie mit 100 Schulanfängern ließ sich nachweisen, dass etwa die Hälfte aller Kinder, die am Ende der 1. Klasse Lese- Rechtschreibschwierigkeiten hatten, bereits zu Schulbeginn Defizite in der phonologischen Informationsverarbeitung aufwiesen. Dies bedeutet, dass bei etwa 50% der lese- rechtschreibschwachen Kinder das Versagen bereits am ersten Schultag vorprogrammiert war.
Die phonologische Bewusstheit kann bereits im Kindergartenalter erfolgreich gefördert werden.
Aus unterschiedlichen Studien geht aber auch hervor, dass Vorschulkinder, die ein Trainingsprogramm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit absolvierten, sogar noch in Klasse 2 und 3 signifikant bessere Lese- Rechtschreibleistungen hatten.
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Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten.
Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division; weniger die höheren mathematischen Fähigkeiten, die für Algebra, Differential oder Integralrechnungen benßtigt werden.
Es sind etwa 6 bis 7 Prozent der Grundschulkinder von einer Rechenschwäche betroffen.
Der Erwerb mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten ist ein Entwicklungsprozess, der lange vor dem Mathematikunterricht in der Schule beginnt. Mathematische Fähigkeiten und erste Einsichten in den Zahlbegriff entwickeln sich bei allen Kindern weit vor dem Schulbeginn. Kinder begegnen in der Schule nicht zum ersten Mal den Zahlen.
Auch die Notwendigkeit, mit Zahlen und Mengen zu operieren, ist für sie keinesfalls neu.
Der mathematische Anfangsunterricht der Grundschule setzt bei den Kindern einen gewissen Grad an Einsicht in die Grundlagen des Zahlbegriffs voraus.
Basale Wahrnehmungsbereiche als Bausteine mathematischer Fähigkeiten:
Ein Kind lernt zu Beginn seiner Entwicklung zuerst über seine Sinne, die ihm das Erfassen des eigenen Körpers und das der Umwelt ermöglichen.
Über die Verarbeitung der Sinnesreize und deren Integration in das Zentrale Nervensystem gelingt zunehmend die Entwicklung von Basisfähigkeiten und Fertigkeiten. Darauf baut der pränumerische Bereich auf, über den jedes Kind zu Schulbeginn individueller Ausprägung verfügt.
Aus den verschiedenen Sinnesmodalitäten wie taktile, kinästhetische, vestibuläre, visuelle, auditive und olfaktorische Wahrnehmung entwickeln sich Basisfähigkeiten wie Raumorientierung, Körperschema, Erfassen von Raum - Lage Beziehungen, auditive und visuelle Sequenzierungsfähigkeit. Diese Entwicklungsbereiche wiederum sind Voraussetzung für die Entwicklung kognitiver Strategiebildung und pränumerischer Fähigkeiten.
Als wesentliche kognitive Basisfähigkeiten mathematischen Lernens werden insbesondere:
visuell-räumliche Verarbeitungsprozesse
Sprachverständnis sowie
gedächtnisbezogene Verarbeitungsprozesse beschrieben.
Funktionsschwächen in den Bereichen auditiv - sprachlicher und körperschematisch - räumlicher Beziehungen beeinträchtigen bereits die Vorstufenprozesse des mathematischen Denkens.
Für die Früherkennung von Rechenstörungen sind deshalb insbesondere die Wahrnehmungsleistungen, Sprachverständnis, Gedächtnis sowie der pränumerische Bereich von großer Wichtigkeit.
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Angesichts der erheblichen Probleme und des langen Leidensweges von Kindern mit Lernschwierigkeiten wäre es ideal, die spezifischen Defizite dieser Kinder so frühzeitig zu identifizieren, dass noch vor Schulbeginn oder spätestens zu Schulbeginn derart effizient geholfen werden kann, dass Lernstörungen sich erst gar nicht manifestieren.
Früherkennung von Lernstörungen soll nicht zu einer Stigmatisierung der betroffenen Kinder führen. Sie verfolgt vielmehr das Ziel, den Förderbedarf eines Kindes festzustellen und Hilfen anzubieten, um zu verhindern, dass Kind und Bezugsperson in einen Teufelskreis geraten.
Es wird sicherlich nicht möglich sein, alle Kinder, die Lernstörungen entwickeln, bereits im Vorschulalter zu erkennen. Dazu sind die vorhandenen diagnostischen Verfahren nicht in der Lage.
Lernen vollzieht sich aber auch immer in einer komplexen Wechselwirkung zwischen den Entwicklungsvoraussetzungen des Kindes, unterrichtlichen, sozialen sowie lern- und methodendidaktischen Bedingungen.
Ziel sollte es aber sein, jedes Kind mit seinen spezifischen Entwicklungsrisiken zu erkennen und die notwendigen therapeutischen Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten.
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